Tagung "Aktiv gegen Krebs"

Die Schulmedizin verfügt heute zunehmend über gute Möglichkeiten, Krebserkrankungen früh zu diagnostizieren und setzt viele wirksame Behandlungsmethoden ein. Doch eine gute schulmedizinische Therapie ist oft nicht alles. Krebs betrifft den ganzen Menschen und ist mehr als „nur“ eine Krankheit.
Schon die Diagnose löst bei den meisten Betroffenen eine schwere Lebenskrise aus. In einer solchen Notsituation ist es gut zu wissen, dass es komplementären und ganzheitlichen Behandlungsformen gibt - nicht in Konkurrenz, sondern als Ergänzung zur Schulmedizin.

Die Saarländische Krebsgesellschaft sieht komplementäre Behandlungsmethoden als wichtigen Baustein in der modernen und ganzheitlichen Krebstherapie. Alternative, komplementäre Methoden sind immer sinnvoll, wenn Nutzen und Risiko stimmen und sie individuell zum Patienten oder zur Patientin passen.
Viele der unvermeidlichen und quälenden Nebenwirkungen der Krebstherapie lassen sich durch den Einsatz komplementärer Maßnahmen lindern.

8. November 2014, VHS Zentrum am Schloss

Bericht SaarbrückerZeitung/ulo:

 

Ergänzende Krebs-Behandlungsmethoden sind Thema einer Tagung der Saarländischen Krebsgesellschaft gewesen. Diese Alternativen zu Chemotherapie und Bestrahlung fänden auch in der Schulmedizin mehr Beachtung.

Saarbrücken.

Krebspatienten sollten sich im Kampf gegen ihre bösartige Krankheit mehr bewegen und gesünder ernähren. Das verdeutlichte die Tagung „Aktiv gegen Krebs“ der Saarländischen Krebsgesellschaft am vergangenen Wochenende im bis auf den letzten Platz gefüllten VHS-Zentrum am Saarbrücker Schloss.

Rund 200 Krebskranke und Angehörige waren gekommen, um von medizinischen Experten zu hören, was sie selber gegen Krebs tun können. Viele Tumorpatienten fühlen sich durch Ermüdung und Schlappheit stark eingeschränkt, aber es gebe nichts Risikoreicheres als körperliche Inaktivität, sagte Dr. Freerk Baumann von der Deutschen Sporthochschule in Köln.

Ob Spazierengehen, Walken, Wassertherapie oder anderer Freizeitsport: Jeder Krebskranke brauche individuelle Bewegungsprogramme, meint Baumann.

Es gebe keine Krebsdiät, die Beweise dafür liefere, dass sie Krebs oder Rezidive verhindern kann, räumte der Düsseldorfer Onkologe Dr. Bernhard Ost ein. Laut wissenschaftlicher Studien empfehle es sich jedoch auch zur besseren Vorbeugung gegen Krebs – möglichst wenig rotes Fleisch und mehr Fisch zu essen und weitgehend auf Zucker und künstliche Vitamine zu verzichten. Der Düsseldorfer Arzt riet zudem, auf wahrscheinlich krebserregende Zusatzstoffe wie E 123 in Lebensmitteln zu achten. Sie könnten beispielsweise in Kaubonbons, Gummibärchen, Puddings, Fischstäbchen oder Fertigsoßen enthalten sein.

Über bewährte ergänzende Methoden gegen Krebs berichtete der Saarbrücker Onkologe Dr. Steffen Wagner. Für die Wirksamkeit der Misteltherapie, die Glückshormone freisetze und gegen Schlappheit angehe, gebe es inzwischen genug Daten. Auch die zusätzliche Gabe des Radikalfängers Selen könne manchen Patienten helfen.

Kontakt:

Saarländische
Krebsgesellschaft e.V.
Sulzbachstraße 37
66111 Saarbrücken
Tel: 0681 - 959066 - 73 
Fax: 0681 - 959066 - 74

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