PIKKO - Patienteninformation, -kommunikation und Kompetenzförderung in der Onkologie

Die onkologische Versorgung findet in Deutschland bereits auf einem sehr hohen Niveau statt.
Dank des medizinischen Fortschritts haben sich die Überlebenschancen in vielen Krebsarten stark verbessert. Krebserkrankungen sind aber nicht nur eine medizinische Herausforderung, sie stellen für die Betroffenen und ihre Angehörigen auch eine substanzielle Veränderung ihrer Lebensumstände und eine hohe Belastung dar.
Die Komplexität der Behandlungen, eine Heterogenität der Versorgungsstrukturen sowie eine oftmals unzureichende Kommunikation erschweren allerdings die aktive Einbindung und Partizipation der Patienten an der Therapie. Aus diesem Grund fordert der Nationale Krebsplan bereits seit Juni 2008 in einem eigenen Handlungsfeld explizit eine stärkere Patientenorientierung.


„PIKKO – Patienteninformation, -kommunikation und Kompetenzförderung in der Onkologie“
„PIKKO“ ist ein saarländisches Gemeinschaftsprojekt der IKK Südwest mit der Deutschen Krebsgesellschaft, der Saarländischen Krebsgesellschaft, dem Universitätsklinikum Jena, der Techniker Krankenkasse und der KNAPPSCHAFT – Regionaldirektion Saarbrücken.
Das Projekt verfolgt unter anderem das Ziel, Patienten in ihrer besonderen Situation aktiv anzusprechen, sie in der Koordination der sektorenübergreifenden Behandlungs- und Informationspfade zu unterstützen sowie die Selbstmanagementfähigkeiten der Betroffenen auszubauen.
Dem Patienten wird somit eine Hilfestellung angeboten, seine Präferenzen zu reflektieren, zu formulieren und Entscheidungen auf dieser Basis zu treffen. Neben einer Stärkung der Patientenkompetenz und Selbstbestimmung im Hinblick auf Therapieentscheidungen wird vor allem auch eine Steigerung der Patientenzufriedenheit sowie der Lebensqualität angestrebt.
Das Projekt wurde im Rahmen der zweiten Förderwelle des Innovationsfonds zu dem Themenfeld „Verbesserung der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten und Förderung der Gesundheitskompetenz“ eingereicht und sieht eine Laufzeit von drei Jahren vor. Nach erfolgreichem Abschluss im Rahmen des Innovationsfonds soll „PIKKO“ bundesweit etabliert werden.

 

Ziel des Projekts:
PIKKO will an Krebs erkrankten Patienten helfen, gut informiert, aktiv und selbstbestimmt Therapieentscheidungen mitzutragen und mit der Erkrankung umzugehen. Es handelt sich dabei um eine Ergänzung der medizinischen Behandlung durch
den Onkolotsen: Er steht dem Patienten als Ansprechpartner zur Seite, berät ihn und koordiniert die Behandlung
ein Informationstool, das die Deutsche Krebsgesellschaft bereitstellt und die verständliche und individuelle Aufbereitung von Informationen für den Patienten zum Ziel hat sowie
ein spezialisiertes Beratungsangebot, das auf die besonderen Bedürfnisse der lebensbedrohlich Erkrankten und ihrer Angehörigen eingeht.
Das spezialisierte Beratungsangebot wird in den Beratungsstellen der Saarländischen Krebsgesellschaft durchgeführt.
Der offizielle Start mit Einschreibung der ersten Patienten ist am 1.11.2017 gewesen. Die Dauer des Projekts ist auf drei Jahre angelegt.

Die PREFERE-Studie

Unsere Landeskrebsgesellschaft unterstützte bis Ende 2016 die PREFERE-Studie. Diese Studie richtete sich an Männer mit Prostatakrebs, bei denen die Erkrankung noch nicht weit fortgeschritten war und die bis dahin noch nicht behandelt wurden. Sie war ein urologisches Forschungsprojekt, das es in diesem Umfang noch nicht gegeben hatte. Ziel sollte es sein, alle vier empfohlenen Therapien zur Behandlung eines lokal begrenzten Prostatakarzinoms miteinander zu vergleichen.

 

Leider wurde die PREFERE-Studie mangels zu geringer Teilnehmerzahl Ende 2016 abgebrochen.
 

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